Etappe 1 powerd by physioaustria

Sonntag, 16.07.2017

Klemens

70,6 Kilometer von Sylt nach Enge-Sande

Plan:

Ich werde die Sache vorsichtig angehen, also VOLLGAS! 👊
Wohl eher nicht!
Werde meinem Motto "Hinten ist die Enten fett!" treu bleiben. Wobei hinten bei diesem Rennen wohl erst der 3. August sein wird.
Ich möchte mit einer Pace von 5:30 bis 5:45 in das Rennen starten und mich zumindest bis zum ersten Halt am Bahnhof Morsum zurückhalten. Am Festland sollte es nicht wesentlich schneller werden, auch wenn ich danach zwei Ruhetage habe.
Ich habe noch keine Erfahrung mit Etappenläufen. Normalerweise mache ich nach einem Rennen über 70km mindestens eine Regenerationswoche dieses mal sind es nur zwei Regenerationstage. Daher ein Tempo, mit dem ich auch bei einem 24h Rennen starten würde.

Ist:

Die Deutschlandlaufes am Start am Ellenbogen in Sylt

1.Teil:
Laut meiner Uhr waren das 34km und nicht nur nach meiner.
Das Wetter war genauso, wie man sich das wünscht, Schnürlregen und Wind, aber trotzdem eigentlich von der Temperatur sehr angenehm. Nach dem ersten Km am Strand geht es los und vorne wird ein Tempo angeschlagen, dass ich mir über 6h an einem Tag zutrauen würde, nicht aber, wenn ich am nächsten Tag auch wieder laufen sollte.
Leuchtturm auf Sylt
Ich versuche mich nicht anstecken zu lassen. Bevor es losgeht, werden die Schuhe vom Sand befreit und dann trabe ich los, der Puls sollte nicht über 125/min sein und alles andere ist vorerst egal. Nach und nach werden die Blitzstarter wieder eingesammelt, selbst der erfahrene Etappenläufer Robert Wimmer, zahlt dem Tempo Tribut. Umso beeindruckender Henry Wehder, der schon zu Fuß vom Nordkap nach Husum anreiste, und locker bei der Hälfte der Strecke bei mir vorbeiläuft. Nach 3:12Stunden erreiche ich den Bhf Morsum, den ersten Etappenstop. Jetzt heißt es warten bis 14:30, dann fährt der Zug nach Klanxbüll, von wo wir auf den 2. Etappenteil starten dürfen.
2.Teil: War mir nicht bewusst, dass bei einer Gesamtstrecke von 1321km 3Km mehr zum Problem werden können. Aber offensichtlich war es so und so wurde in einer demokratischen Abstimmung beschlossen, die Pendelstrecke vom Bahnhof Kranxbüll zum Hindenburgerdamm zu streichen und den zweiten Teil auf 26km zu kürzen. Ich war natürlich dagegen, habe ja schließlich für 1321km bezahlt ;), aber Mann fügt sich natürlich der Mehrheit.
Die verkürzte Strecke verleitet einige, das Tempo nach dem Start zu erhöhen und so sprintet die Spitzengruppe mit ca 5'/km auf und davon. Ich habe von Angelika die Vorgabe, nicht zu überziehen und daran zu denken, dass der Lauf noch 18 weitere Etappen für uns bereit hält.
Also bemühe ich mich, dass der Puls nicht über 130/min geht, was mir auch meist gelingt, außer wenn ich das "kluge" Gequatsche so manchen Mitläufers höre. Nachdem nun der Wind von hinten kommt, lasse ich diese an mir vorbeiziehen und bin somit im "Klugscheißer"-Lee und mein Puls wieder im grünen Bereich.
Die Landschaft ist dieses mal nicht mehr so schön wie noch auf Sylt, aber die Kilometer vergehen trotzdem relativ rasch. Den letzten Kilometer kann ich es mir dann doch nicht nehmen lassen, noch einmal ein bisschen aufs Tempo zu drücken, schließlich habe ich ja eine Startnummer auf der Brust und so erreiche ich nach 2:15:29 und 25,5km das Ziel, wo ich von Angelika in Empfang genommen werde, mit einem Regenerationssmoothie und einer noch viel  mehr kraftspendenden Umarmung.

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Kuhl wird sie auf alle Fälle und mit Sicherheit auch Schaf! Freu mich schon sehr, wenn es morgen losgeht!

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  2. Taktisch kluger erster Tag. Bin schon auf morgen gespannt.

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  3. Meinen Beinen geht es gut, obwohl der Kopf möchte nicht laufen. Aber Angelika ist gut in die Etappe gestartet.

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    1. Der Kopf muss ja nicht. Und die Beine auch erst übermorgen.

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